Die Magenbypass-Odyssee

18. April 2010 at 21:56 (Output) ()

Da ich aufgrund der vielen exzessiven Abmagerungskuren meinen Stoffwechsel auf einen tiefen Grundumsatz gedrosselt habe, ist es mir nicht mehr möglich mich normal zu ernähren ohne automatisch eine Fettschwarte zu sein. Somit ist der Bypass erforderlich, damit ich a) weniger zu mir nehmen kann und b) weniger von dem verwertet wird. Logisch.

  • Oktober 2009: Informationsgespräch im Basler Unispital, alles läuft bestens, bis
  • November 2009: die Krankenkasse mitteilt, dass ich dafür eine Zusatzversicherung brauche, für diese wird mir im
  • Dezember 2009: eine Absage erteilt und ich wechsle die Krankekasse, im
  • Januar 2010: untersagt mir auch die neue Krankenkasse eine Zusatzversicherung und die alte Versicherung bezeichnet meine Kündigung als nichtig da eine Prämienrate vom Oktober ausstehend sei. Ein Anruf bei der Buchhaltung bestätigt, dass ich nie eine Mahnung dafür erhalten hatte und somit gar nicht wissen konnte, dass ich im Verzug war. Dennoch wurde von mir gefordert, die Krankenkasse wieder zu wechseln. Ich möchte somit von folgendem Saftladen, den ich jetzt wieder am Hals habe, abraten: Sodalis
  • Februar 2010: mein Hausarzt schickt mich zu einem kantonalen Chirurgen der auch ohne Zusatzversicherung bezahlt würde. Dieser erzählt mir beim Informationsgespräch, er empfehle mir ein Magenband (???), ihm seien schon 2 junge Menschen bei der OP gestorben, ich würde ein Leben lang Durchfall haben und Laparoskopie sei ja bei meiner Erscheinung sowieso überflüssig. Mein Entscheid: der sicher nicht.
  • März 2010: Obwohl mir mein Hausarzt mitteilt, dass die Krankenkasse eine Behandlung beim Adipositaszentrum in Bern nicht bezahlen würde, rufe ich bei der Kasse an und erfahre, welche Chirurgen ohne Zusatzversicherungen bezahlt würden, anschliessend musste ich bei der Chirurgie im Hospital anrufen um mir die Koordinaten des Chirurgen geben zu lassen da diese der Sodalis offensichtlich nicht zur Verfügung stehen. In der Praxis des Chirurgen erfahre ich, dass er an das Adipositaszentrum in Bern angeschlossen ist – obwohl dies gemäss Aussagen meines Hausarztes gar nicht möglich sein kann.
  • April 2010: erste Sitzung im Adipositaszentrum in Bern, man sieht ein dass es dringend ist und ist bereit die Wartezeit bis zur OP für einen Monat zu verkürzen. Danke!

Das ist der Stand der Dinge. Jetzt muss ich nur noch warten. Hätte aber nicht gedacht dass das so schlimm ist, da ich jetzt unter Würgeanfällen leide sobald ich das Haus verlassen will. Aber Xanax sei Dank bin ich jetzt wieder fit um die nächsten 3 Monate Demütigung noch hinter mich zu bringen bis endlich ein neues Leben beginnt!

2 Kommentare

  1. Dieser Chirurg wurde mir von meinem Hausarzt für den Magenbypass empfohlen… « Hungerkünstlerin sagte,

    [...] Hausarzt hat mir genau 2 Chirurgen in meiner Region für den Magenbypass empfohlen: einer ist ein inkompetentes Arschloch und der andere laut neuesten Meldungen ein Pfuscher. Das sind ja tolle Zustände. Immerhin kann ich [...]

  2. Die Magenbypass-Odyssee Teil 3 : Dem Bypass so nahe « Hungerkünstlerin sagte,

    [...] Teil 1 und Teil 2 folgt nun – ein Jahr später – Teil 3: Nachdem meine Psychologin ein halbes [...]

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